1. Das Recht auf Natur kommt mit großer Verantwortung (Allemannsretten)
Sie haben das gesetzliche Recht, fast überall in der freien Natur kostenlos zu campen, aber das ist kein Freifahrtschein, um Müll zu hinterlassen. Wenn ein lokaler Landwirt sieht, dass Sie Ihr Fahrzeug oder Zelt direkt an seiner Grundstücksgrenze parken oder auch nur eine einzige Plastikverpackung zurücklassen, endet die Gastfreundschaft der Einheimischen sofort. „Keine Spuren hinterlassen“ bedeutet absolute Nulltoleranz.
2. Die Natur gewinnt immer (Die Passstraßen)
Das norwegische Wetter nimmt keine Rücksicht auf Ihren Urlaubskalender. Wenn eine Passstraße oder eine Serpentinenstrecke als „Geschlossen“ markiert ist oder gefährlich aussieht, versuchen Sie nicht, das System auszutricksen. Touristen bleiben regelmäßig noch im Juni auf Sommerreifen stecken, weil sie die lokalen Warnungen nicht ernst genommen haben.
3. Schweigen ist Gold (Die Fjord-Etikette)
Norweger schätzen den Frieden über alles. Laute Musik auf einem Campingplatz, aufheulende Motoren in einem ruhigen Dorf oder Schreien über das Wasser hinweg führen nicht dazu, dass man Sie anschreit – Sie werden von den Einheimischen einfach ignoriert und hinterlassen keinen guten Eindruck. Halten Sie sich zurück und passen Sie sich an.
4. Alkohol ist ein kontrollierter Luxus
Erwarten Sie nicht, Ihr Lieblingsbier oder hochprozentigen Alkohol spät am Abend oder an einem Sonntag in einem normalen Supermarkt kaufen zu können. Die staatlichen Vinmonopolet-Geschäfte haben strenge Öffnungszeiten. Clevere Reisende planen voraus und decken sich frühzeitig ein, anstatt nach einer langen Fahrt vor leeren Regalen in ihrer Hütte zu stehen.
5. Tunnelfenster sind zum Überleben da, nicht fürs Sightseeing
Norwegen hat einige der längsten, tiefsten und steilsten Tunnel der Welt. Schalten Sie das Licht ein, halten Sie Abstand und halten Sie unter keinen Umständen im Tunnel an, um Fotos zu machen. Das ist lebensgefährlich und wird mit massiven Bußgeldern bestraft.
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6. Bezahlen Sie Ihre Mautgebühren sofort (Autopass)
Fast jede Panoramastraße und Fähre nutzt automatisierte Kamerasysteme, um Ihr Kennzeichen zu erfassen. Wer versucht, diese elektronischen Mautgebühren zu umgehen oder die Zahlung zu verzögern, muss mit zusätzlichen Gebühren rechnen, die später eingefordert werden können. Richten Sie Ihr Autopass- oder EPASS24-Profil ein, bevor Sie losfahren.
7. Das Wetter diktiert das Outfit (Nur Zwiebellook)
Es gibt ein altes norwegisches Sprichwort: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ Selbst im Juli kann sich ein sonniger Morgen in zwanzig Minuten in einen eisigen Regensturm verwandeln. Haben Sie immer hochwertige wind- und wasserdichte Kleidungsschichten im Auto oder Rucksack dabei.
8. Supermärkte haben sonntags geschlossen (Planen Sie Ihr Essen)
Der Sonntag ist in Norwegen ein Tag für die Natur, nicht fürs Einkaufen. Bis auf winzige lokale Kioske haben alle großen Lebensmittelgeschäfte sonntags komplett geschlossen. Wer sich am Samstag nicht mit Vorräten eindeckt, muss sich von Tankstellen-Hotdogs ernähren.
9. Respektieren Sie die Tempolimits (Keine Ausnahmen)
Norwegische Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen werden basierend auf Ihrem Einkommen berechnet oder sind im Vergleich zum Rest Europas schlichtweg astronomisch. Es gibt keinerlei Toleranz, und Geschwindigkeitskontrollen sind in Norwegen weit verbreitet – besonders auf Gefällestrecken. Vertrauen Sie uns, genießen Sie die langsame Fahrt.
10. Fähren sind Teil des Straßennetzes
Lassen Sie sich von den Küstenfähren nicht einschüchtern. Sie funktionieren wie bewegliche Brücken und sind voll in das Straßennetz integriert. Die meisten sind automatisiert und scannen Ihr Kennzeichen zur Abrechnung. Reihen Sie sich einfach ein, folgen Sie den Handzeichen der Crew und genießen Sie die Aussicht.